Schlachten, Nationen und Helden (SNH)

Helden

Turniere und Volk

Turnier

Sobald ein Spieler einen Helden besitzt, darf er durch Umdrehen des Helden-Aktionsanzeigers ein Turnier veranstalten. Alle Spieler nehmen automatisch an diesem Teil. Nun setzt der Veranstalter den Preis für den Turniergewinner fest. Zur Auswahl stehen das Burgfräulein, der Hofnarr und der General. Anschließend zieht der Veranstalter eine „Turnierdisziplin“-Karte und liest die darauf befindliche Disziplin vor. Derjenige, der diese Disziplin für sich entscheiden kann, ist Turniergewinner.
Ist die Turnierdisziplin mit einem * markiert, so erfolgt der Ablauf des Turniers ähnlich den Pokerregeln. Der links neben dem Veranstalter sitzende Spieler beginnt und macht seinen Einsatz oder steigt direkt aus. In Zugreihenfolge müssen die Spieler beliebig viele Runden lang passen oder erhöhen. Lediglich mitgehen darf man nicht. Es gewinnt derjenige mit dem höchsten Einsatz. Wenn man passt, muss der eigene Einsatz nicht auf den vom vorherigen Spieler gemachten Einsatz erhöht werden. Der gemachte Einsatz ist in jedem Fall verloren.
Gibt es in einem Turnier ein Unentschieden, wird die zuvor ausgeschriebene Turnierfigur wieder neben dem Spielfeld bereitgestellt. Gibt es einen Turniergewinner, so nimmt er die Turnierfigur und platziert sie entsprechend ihrer Funktion. Zudem kann er nun die „Gunst des Volkes“ für sich beanspruchen. Zur Kennzeichnung legt er eine unbeklebte Stadtmauer seiner Spielerfarbe auf dem Feld „Gunst des Volkes“ seines Nationenbogens ab. Der „Gunst des Volkes“-Anzeiger des bisherigen Besitzers der Gunst wird vom entsprechenden Nationenbogen zurück in den Spielervorrat gelegt. Immer der letzte Turniergewinner ist somit Besitzer der Gunst. Die „Turnierdisziplin“-Karte wird wieder unter den entsprechenden Stapel geschoben.
Nach dem Turnier (also auch erst nach dem Versetzen der Turnierfigur und nach Vergabe der „Gunst des Volkes“) erhält der Veranstalter (unabhängig vom Ausgang des Turnieres) als Anerkennung einen Turnierbonus. Er zieht den obersten „Streifen“ vom entsprechenden Stapel und legt ihn auf seinem Nationenbogen ab. Der Turnierbonus ist sofort gültig. Es können maximal zwei Turnierboni auf dem eigenen Nationenbogen abgelegt werden. Veranstaltet man ein weiteres Turnier, darf man einen weiteren Turnierbonus ziehen. Aus den drei nun vorhandenen Turnierboni wählt man einen aus und schiebt ihn zurück unter den Stapel.

Beispiel zum Ablauf von Turnieren bei mit (*) markierten Disziplinen

Die Turnierdisziplin Überfluss wird vom Veranstalter (Spieler A) gezogen. Spieler B passt direkt, da er keine Handelswaren auf der Hand hat. Er muss keine Karten abgeben. Spieler C besitzt drei Handelswaren, legt aber nur eine Karte als Einsatz vor sich ab. Spieler D besitzt fünf Handelswaren und legt zwei Handelswaren vor sich ab. Spieler A besitzt zwei Handelswaren, passt aber genau wie Spieler B. Er muss keine Handelsware abgeben.
In der nächsten Runde erhöht Spieler C seinen Einsatz um zwei Karten auf drei Handelswaren. Spieler D erhöht um eine weitere Handelsware auf gesamt vier Handelswaren.
Da Spieler C nicht auf fünf Handelswaren erhöhen kann, muss er passen. Sein Einsatz ist verloren. Er legt die drei vor sich abgelegten Karten zurück auf den Vorratsstapel. Spieler D legt seine vier Handelswaren zurück auf den jeweiligen Stapel und ist Turniergewinner.

Turnierfiguren

Hofnarr:
Wird auf eine aktive Nationeneigenschaft gestellt. Die Nationeneigenschaft ist ab sofort nicht mehr gültig.
Burgfräulein:
Wird auf ein beliebiges Landschaftsfeld gestellt. Alle (!) Schlachteneinheiten auf diesem Feld werden abgelenkt und verlieren ihren Nutzen.
General:
Wird auf den Schlachtenkartenstapel eines Spielers gestellt. Er darf keine Schlachtenkarten mehr ausspielen.

Platzieren von Turnierfiguren

Die vom Veranstalter als Turniergewinn festgelegte Turnierfigur muss nach Ende des Turniers vom Gewinner versetzt werden. Es ist zu beachten, dass der Veranstalter in keiner Weise durch das Versetzen der Figur geschädigt werden darf. Der Hofnarr darf auf keine Nationeneigenschaft des Veranstalters gestellt werden. Auf dem neuen Feld des Burgfräuleins darf keine Schlachteneinheit des Veranstalters stehen. Der General darf nicht auf den Schlachtenkartenstapel des Veranstalters gestellt werden.
Es ist auch möglich die Figur wieder neben dem Spielfeld bereitzustellen.

Gunst des Volkes

Immer der letztmalige Gewinner eines Turnieres ist Besitzer der „Gunst des Volkes“. Dies wird durch eine unbeklebte Stadtmauer seiner Spielerfarbe auf dem Feld „Gunst des Volkes“ seines Nationenbogens gekennzeichnet. Besitzt der Spieler, der über die „Gunst des Volkes“ verfügt, ein Gebäude (Siedlung, Stadt, Metropole) oder eine Ritterfigur (Ritter, Hauptmann (MMN), Held) auf einer Kreuzung, die an ein Landschaftsfeld mit einer Figur des Volkes grenzt, so kann er (und nur er) die Funktion dieser Figur nutzen. Besitzt er an einem Landschaftsfeld mit einer Figur des Volkes keine der eben genannten Bauten oder Figuren, kann er deren Funktion auch nicht benutzen!

Figuren des Volkes

Söldner (3x):
Unabhängig vom Ergebnis der Schlachtenwürfel kann der „Gunst“-Besitzer alle Söldner anwerben, die an seinen Bauten oder Figuren stehen. Durch einen angeworbenen Söldner erhöht sich die Anzahl der Schlachtenpunkte der aktuellen Schlacht um einen Schlachtenpunkt. Die Anwerbung eines Söldners kostet zwei beliebige Handkarten und muss vor der Schlussphase der Schlacht erfolgen.
Handelswarenlieferant (2x):
Wird die Zahl eines Feldes mit Handelswarenlieferant gewürfelt, erhält der „Gunst“-Besitzer eine dem Feld entsprechende Handelsware.
Gutsherr (1x):
Erhöht die Siegpunkteanzahl des „Gunst“-Besitzers um 1.

Beispiel zu den Figuren des Volkes

Der derzeitige Besitzer der „Gunst des Volkes“ besitzt eine Siedlung an einem Feld auf dem ein Söldner steht. An einem weiteren Feld mit Söldner besitzt er eine Straße. In seinem Zug löst er eine Schlacht aus. Er bezahlt zwei beliebige Handkarten, um erstgenannten Söldner anzuheuern. Den Söldner auf dem zweitgenannten Feld kann er nicht anheuern, da er dort nur eine Straße besitzt. Für diese Schlacht erhält er folglich einen zusätzlichen Schlachtenpunkt.
Da der „Gunst“-Besitzer keine der oben genannten Bauten oder Figuren an einem Feld mit dem Gutsherren besitzt, hat dieser keinen Einfluss auf seine Siegpunkteanzahl.
Er besitzt allerdings einen Ritter und kein weiteres Bauwerk an einem Weideland-Feld, auf dem sich ein Handelswarenlieferant befindet. Wird die Zahl dieses Feldes gewürfelt, erhält er eine Handelsware Tuch. Es ist nicht notwendig, dass der „Gunst“-Besitzer an diesem Feld eine Stadt besitzt. Es genügt eine der oben genannten Bauten oder Figuren.